
Rohklang Umbau Flarzhaus
Holz und Schiefer formen Räume mit rauer Schönheit und stiller Wärme.
Im verträumten Weiler Seelmatten wurde ein Flarzhaus in Bohlen-Ständerbauweise aus dem Jahr 1738 sorgfältig umgebaut und von zahlreichen Eingriffen der vergangenen Jahrzehnte befreit. Das schmale und langgezogene Gebäude organisiert sich über vier Geschosse: An den Fassaden liegen die Zimmer, während sich Küche, Bäder und Erschliessung im zentralen Bereich des Hauses befinden.
Ursprünglich bildete das Haus zusammen mit dem Nachbargebäude eine Einheit und wurde erst später in der Mitte getrennt. Die Trennung bestand lediglich aus einer dünnen Täferwand. Dadurch entstand die anspruchsvolle Aufgabe, Brandschutz, Schallschutz, Wärmedämmung und Gebäudetechnik in einem neuen Wandaufbau zu vereinen. In enger Abstimmung mit der Brandschutzbehörde wurde eine Lösung entwickelt, welche den historischen Bestand respektiert und gleichzeitig heutigen Anforderungen entspricht. Eine integrierte Wandheizung geführt in Lehmbauplatten sorgt heute für behagliche Wärme und wird über die lokale Fernwärmegenossenschaft betrieben.
Projektierung
Realisierung

Der zentrale Gebäudeteil wurde bis auf die historische Konstruktion rückgebaut und mit präzisen eingefügten modernen Elementen ergänzt. Küche und zwei Bäder wurden vollständig erneuert, zusätzlich entstand ein Dampfbad mit Sternenhimmel.
Das Zusammenspiel der Materialien schafft Räume mit Charakter – ursprünglich, rohe und authentisch.
Der experimentierfreudigen Bauherrschaft war es ein Anliegen, Fundstücken aus der Bauteilbörse neues Leben einzuhauchen und Vergangenes selbstverständlich mit Neuem zu verbinden. Weisstanne und schwarzer Naturschiefer zeigen in ihrer natürlichen Rohheit eine ruhige, kraftvolle Präsenz. Fein mit Porzellan weiss pigmentierte Lehmputze verleihen den Oberflächen Tiefe, Weichheit und eine lebhafte Wirkung. Das Zusammenspiel der Materialien schafft Räume mit Charakter – ursprünglich, rohe und authentisch.



















