
Farbwende Innenrenovation
Vom schneeweissen Innenleben zur farbigen Wohnwelt. Die Villa Kjelsberg wurde Schritt für Schritt in die Welt der Farben geführt. Gezielte Akzente und klare Kontraste verleihen dem historischen Haus neue Lebendigkeit, stärken den Bestand und geben den Räumen Tiefe, Wärme und familienfreundliche Individualität.
Die städtische Villa wurde von Olaf Kjelsberg, dem ehemaligen Direktor der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik, in Auftrag gegeben.
Erstellt wurde sie durch das renommierte Architekturbüro Jung & Bridler in anglisierender Neogotik um 1898. Heute ist die Villa im kommunalen Inventar der Denkmalschutzobjekte aufgeführt.
Reiche Räume mit neuer Ausdruckskraft.
Im Innern zeigt sich die Villa gegliedert und grosszügig. Das zweiläufige Treppenhaus, profilierte Holzarbeiten, farbige Glaskunst, Fischgratparkett, Stuckaturen und historisierende Wandfassungen verbinden sich zu einem Ganzen. Die komplett weiss gehaltenen Innenräume liessen den historischen Bestand jedoch kühl und glatt erscheinen. Auf Wunsch der Bauherrschaft wurde mit Mut zur Farbe die vorhandene Formensprache neu gestärkt.
Projektierung
Realisierung

Tapete mit goldenen Vogelsilhouetten
Im Eingangsbereich bringt eine dunkelblaue Tapete mit goldenen Vogelsilhouetten Ruhe und Bewegung zugleich, wie ein Schwarm Vögel, der am Morgen ausschwärmt. Das matte Marineblau begleitet den vertikalen Aufstieg durch das Haus und führt an den farbigen historischen Fenstern und Wandleuchten vorbei.
Bestand erhalten, Komfort ergänzen.
Neue Fenster bringen mehr Komfort ins Haus, während die Glaskunst der Treppenhausfenster restauriert und die neuen Elemente eingebunden wurden. Elektrische Rollläden erleichtern den Alltag. Die bestehenden Bäder und das Gäste-WC wurden saniert und im Dachgeschoss entstand ein zusätzliches Bad für die Jungmannschaft.
Die Badezimmer zeigen eine freiere, spielerische Seite des Gestaltungskonzepts.
Durchgefärbte und unglasierte Fliesen bringen verschiedene Bunttöne in die Räume. In Kombination mit Vollholzmöbeln aus Eiche entsteht ein frischer Farbausdruck. Eine Sauna schenkt dem Haus eine stille Wellnessqualität.
Neue Parkettbeläge im Obergeschoss verbessern den Wohnkomfort und bringen mehr Ruhe in die Schlafräume. Die vollständig mit Chromstahl ausgekleidete Küche erhielt aus nachhaltigen Überlegungen neue farbige Holzfronten, statt vollständig ersetzt zu werden. In der Küche kehrt das Gold zurück und tritt mit Dunkelbraun und Chromstahl in einen spannungsvollen Dialog. Im Bibliothekszimmer sorgt ein neuer Ofen in den kühleren Monaten für wohlige Wärme. Die Wohnräume bleiben ruhiger und zeigen sich in einem warmen Beigegrau, das einen weichen Kontrast zu den weissen Holzwerkelementen bildet.
Als nächste Etappe ist die Sanierung des Flachdachs der Garage vorgesehen, sowie ein Heizungsersatz.



















